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10.10.2013 16:30 Alter: 6 yrs
Kategorie: SoCareNet Europe

Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen in Europa

14. Jahreskonferenz des Netzwerks SoCareNet Europe fand in Warschau statt


45 Teilnehmer nahmen an der SoCareNet Europe Jahreskonferenz in Warschau teil

Warschau (Dr. Siegfried J. Schwemmer)

Die 14. Jahreskonferenz des Netzwerks SoCareNet Europe fand in diesem Jahr vom 30.09.-02.10.2013 in Warschau statt. Das Thema der Tagung lautete: „Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen in Europa“. Die Frage, die sich 45 Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern stellten war: Welche Perspektiven gibt es im Bereich Pflege von Senioren und Ausbildung von Pflegepersonal in Polen.

SoCareNet Europe ist ein internationales, offenes Netzwerk von Projektpartnern. Diese sind Träger von sozialen und gesundheitlichen Dienstleistungen in Europa. Der Schwerpunkt liegt gegenwärtig in Mittel- und Osteuropa. Das Ziel ist, einen internationalen Erfahrungsaustausch zwischen Trägern der sozialen Arbeit zu fördern und neue Kooperationen zu unterstützen.

Prof. Dr. h.c. Hermann Schoenauer, der Rektor und Leiter der Diakonie Neuendettelsau, eröffnete die Konferenz. Er begrüßte die zahlreichen Gäste, unter ihnen Marzena Breza, die Direktorin des Departamentes für Seniorenpolitik im polnischen Arbeits- und Sozialministerium, und Jolanta Skolimowska, die Direktorin der Abteilung für Krankenbetreuung- und Geburtshilfe im Gesundheitsministerium. Aus dem Gesundheitsministerium kam auch Ewa Majsterek.

Rektor Schoenauer betonte in seiner Ansprache, dass in Europa gleiche Standards in der Pflege und der Qualität herrschen sollten und die Finanzierung von Sozialleistungen hinreichend und verlässlich gesichert sein muss. Dabei sollten die länderspezifischen Versorgungsformen berücksichtigt und weiterentwickelt werden.

Die vielfältigen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts lassen sich ohne europäische Lösungen nicht mehr bewältigen. Um gemeinsam europäische Lösungen zu finden ist es wichtig sich wie bei dieser Konferenz kennen zu lernen, gemeinsame Projekte zu planen und diese gegebenenfalls zu verwirklichen.

Die Konferenz war vorbereitet und wurde moderiert von Thorsten Walter, dem Geschäftsfürher von SoCareNet und Leiter des Europainstituts der Diakonie Neuendettelsau. Unterstützt wurde er vor Ort von Anna Gmurczyk als Vertreterin der AHK Polen. Zum Inhalt der Konferenz gehörten Vorträge aus unterschiedlichen Bereichen und mit verschiedenen Perspektiven: Ewa Kordaczuk, die Leiterin der Stiftung Laurentius in Allenstein stellte Einrichtung der Diakonie Neuendettelsau vor.

David Sourek, Leiter der Diakonie der böhmischen Brüder aus Prag, beschrieb die Situation der Altenhilfe in Tschechien. Pfarrer Gregersen Labossa Gyorgy, von der Diakonie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn, sprach über die Situation der Diakonie in seinem Land. Dr. Agnieszka Sowa präsentierte die ANCIEN (Assessing Needs of Care in European Nations) -Studie. Andreas Bartels, Referent für Europa des Bundesverbandes der Arbeiterwohlfahrt e.V. aus Berlin informierte über die EFS-Partnerschaftsprogramme 2014-2020.

Michael Gomola, Geschäftsführer der GKT Services aus Posen und Projektmitverantwortlicher für „Junge Pflege“ berichtete von seinen Erfahrungen mit der Vermittlung polnischer Pflegekräfte ins Ausland und von der Situation der Pflegekräfte in Polen. Prof. Piotr Bledowski, Professor der Hochschule für Wirtschafts- und Sozialpolitik in Warschau, sprach über Alters- und Alternswissenschaft. Zofia Czepulis-Rutkowska vertrat das Institut für Arbeit und Soziales und Robert Mołdach das Institut für Gesundheit und Demografie.

Zur Ermutigung und Nachahmung wurden Best-Practice-Modelle vorgestellt. Auch zwei Einrichtungen in Warschau wurden besucht: Das Alzheimer Zentrum und das Haus für Geriatrie und Rehabilitation Bonifratrzy in Warschau.

Die Tagung endete mit der Einladung von Rektor Prof. Dr. h.c. Schoenauer zur 15. SoCareNet Jahreskonferenz. Sie wird anlässlich des 160jährigen Bestehens der Diakonie Neuendettelsau im Herbst 2014 in Neuendettelsau sein.

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