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13.11.2012 09:33 Alter: 7 yrs
Kategorie: SoCareNet Europe

Pflege in Würde – Europa, von wem?!

Dieses Motto trug die diesjährige Jahreskonferenz des Netzwerks SoCareNet Europe in Klausenburg (Cluj-Napoca).


Über dreißig Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Ländern trafen sich nach 2004 in Hermannstadt zum 2. Mal in Rumänien, um unter dem Motto „Pflege in Würde- Europa, vom wem!?“ Fort- und Weiterbildung sowie Gesundheitsfördernde Maßnahmen für eine Älter werdende Mitarbeiterschaft zu beraten. Nachdem 2012, das Europäische Jahr des aktiven Altern und der Solidarität zwischen den Generationen ist, konnte die Konferenz verschiedene Ansätze und Beispiele für eine erfolgreiche Praxis für Europa und im speziellen für Rumänien aufzeigen. Ebenso konnten Perspektiven für eine verantwortungsvolle Pflege aus unterschiedlichen Richtungen dargestellt werden.

Zu Beginn wies der Leider des Europa-Institutes der Diakonie Neuendettelsau, Thorsten Walter, darauf hin, dass es in einem gemeinsam handelnden Europa sich auf allen Ebenen auf gemeinsame soziale Standards, sowie Pflege- und Qualitätsstandards verbindlich sein müssen; und die Finanzierung von Sozialleistungen muss hinreichend und verlässlich sein. Denn die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts lassen sich auf Dauer nicht einzelstaatlich lösen, sondern können nur mit gesamteuropäischen Strategien bewältigt werden. Die Europäische Perspektive und die Handlungsempfehlungen im Umgang mit der Thematik erläuterte ebenso Herr Thorsten Walter, Die rumänische Perspektive dafür erläuterte Herr Pfarrer Linciniu Campean, der soziale Berater des orthodoxen Erzbistums von Vad, Feleac und Cluj. Zum Empfang am Abend begrüßte die Beraterin der Vizebürgermeisterin Frau Anna Horvath von Cluj-Napoca, Frau Monika Szabo, die Konferenzteilnehmer von Seitens der Stadt. Ebenso begrüßte der Vikarbischof Vasile Somesanul zu den Teilnehmenden, wie auch der Generaldirektor der christlichen Stiftung Diakonia, Dr. Lajos Hededűs. Auch der Diakoniereferent des reformierten Kirchendistriktes in Siebenbürgen, Herr Istvan Kovacs überbrachte seine Grußworte.

 

Am Dienstag der Konferenz erfuhren die Teilnehmer die Vielfalt von sozialen Dienstleistungen in Rumänien, denn erstmals an einer Konferenz in Rumänien, tauschten, sich evangelisch-lutherisch, orthodoxe und reformierte Kirchen über ihre diakonische Arbeit aus. So berichtete der Sozialreferent, Herr Pavel Christian der orthodoxen Kirche über die Entwicklung der Federation Filantropia, vergleichbar mit dem diakonischen Werk in Deutschland. Herr Dr. Sarosi, der Geschäftsführer der christlichen Stiftung Diakonia berichtete von den Herausforderungen in der Altenpflege in Rumänien. Die weiteren Referenten konnten die Teilnehmer davon überzeugen, dass die soziale Arbeit sich in Rumänien weiterentwickelt, auch wenn staatliche Hilfen immer noch ungenügend sind. Nicht zuletzt durch europäische Fördermittel könnten vor allem in der Fort- und Weiterbildung fehlende Mittel ausgeglichen werden. Darüber referierte auch Herr Christoph Schnabel, der Projektmanager, der EKD DW in Brüssel.

 

Weitere Bestandteile der Tagung waren das ausgiebige Besichtigungsprogramm in den Einrichtungen der Stiftung christlicher Diakonie der reformierten Kirche, und u. a. das neue Hospiz der sozialen Dienste des orthodoxen Erzbistums von Vad, Feleac und Cluj , sowie ein Vortrag „Erfolgsfaktoren bei Europäischen Fördermitteln“ vom Herr Christoph Schnabel aus dem Büro der evangelischen Kirche in Deutschland und des diakonischen Werkes in Deutschland. Zum Abschluss der Konferenz wurde die 14. SoCareNet Europe im kommenden Jahr ins Auge gefasst, die aller Voraussicht in der polnischen Hauptstadt Warschau stattfinden wird. Als mögliches Thema der Konferenz Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen in Europa- Perspektiven in Polen.